Dunkelheit ist eines der größten Probleme der Menschheit. Sowohl in der Antike als auch in der Neuzeit hat die Dunkelheit der Nacht die Menschen daran gehindert, die Gefahren ihrer Umgebung zu erkennen. Und der Mensch hat immer Wege gefunden, das Unbekannte und die Furcht vor der Dunkelheit mit Feuer und elektrischem Licht zu vertreiben.
Doch für das Militär bieten das Unbekannte und die Angst, die die Dunkelheit durchdringen, einen Nutzen. Die Dämmerung wird zur besten Tarnung für Soldaten und zum effektivsten Zeitpunkt für einen Angriff. Strategen müssen daher unbedingt wissen, wie sie die Dunkelheit für militärische Ziele einsetzen können.
Um die Dunkelheit zu Ihrem Vorteil zu nutzen, müssen Sie sich auf zwei Arten von Ausrüstung verlassen: Nachtsichtgeräte und Wärmebildkameras.
Heute möchte ich Ihnen die Nachtsicht vorstellen. Wie funktioniert sie?
Ein Nachtsichtgerät ist, wie der Name schon sagt, ein elektronisches Gerät, das die Sicht bei schwachem Licht oder Dunkelheit verbessert. Man unterscheidet im Allgemeinen zwischen aktiven Infrarot-Nachtsichtgeräten, mikrooptischen Nachtsichtgeräten und Wärmebildkameras.
Sie werden aufgrund ihres Funktionsprinzips als „aktive Infrarot-Nachtsichtgeräte“ bezeichnet. Das Infrarotlicht eines Nachtsichtgeräts sendet zunächst einen Infrarotstrahl aus, um das Ziel zu beleuchten, und wandelt dann das vom Ziel reflektierte Infrarotbild in ein sichtbares Bild um, wodurch Nachtsicht ermöglicht wird. Wirkung. Diese aktive Infrarot-Nachtsicht ist jedoch, wie wir alle aufgrund ihres Funktionsprinzips wissen, etwas umständlich. Das Infrarotlicht muss jedes Mal eingeschaltet werden, um andere zu beleuchten. Obwohl der ausgesendete Infrarotstrahl für das bloße Auge unsichtbar ist, kann er von einem Gegner in der entgegengesetzten Richtung erfasst werden, wenn sich auf der gegenüberliegenden Seite ein Infrarot-Ortungsgerät befindet.
Die Nachtsicht mit Ultraleichtgeräten funktioniert in der Dunkelheit der natürlichen Nacht, die bekanntlich noch dunkler ist und in der selbst ein wenig Himmels- und Mondlicht vorhanden ist. In völliger Dunkelheit ist es unmöglich, etwas zu sehen. Die Lichtreflexionen am Himmel werfen zwar einige Lichtstrahlen auf den Boden, diese sind jedoch zu schwach, um mit bloßem Auge deutlich wahrgenommen zu werden.
Das Prinzip der Mikrolicht-Nachtsichttechnik beruht darauf, sehr schwaches natürliches Licht mithilfe einer Fotokathode in ein Nachtsichtgerät umzuwandeln. Das Licht trifft mit extrem hoher Geschwindigkeit auf den Leuchtstoffbildschirm des Geräts. Diese Bildverbesserungstechnologie verstärkt das für das menschliche Auge unsichtbare, schwache Umgebungslicht und wandelt es in ein nahezu unsichtbares Bild um.
Das Prinzip der mikroskopischen Nachtsicht ist jedem einleuchtend: die Verstärkung schwachen Lichts. Viele kennen das aus Spielen und Filmen. Selbst in stockfinsterer Nacht sieht man mit einer Nachtsichtbrille klar, doch plötzlich schaltet der Gegner die Scheinwerfer ein und erzeugt eine helle Lichtquelle. Dadurch wird eine normale Lichtquelle nicht größer, sondern die Nachtsichtbrille eines blinden Menschen erscheint größer. Kann das wirklich passieren? Bei älteren oder manchen zivilen Nachtsichtgeräten für schwache Lichtverhältnisse kommt es tatsächlich vor. Plötzliche, helle Lichteinwirkung kann zur Erblindung führen und die Nachtsichtbrille sogar zerstören.
Moderne militärische Nachtsichtgeräte verfügen heute über eine Blendschutzfunktion. Bei hellem Licht reguliert ein automatisches Ventil die Helligkeit und reduziert so die Blendwirkung. Ist das Licht zu hell, schaltet sich das Gerät automatisch ab, um die Augen des Trägers und die Ausrüstung zu schützen.
Viele fragen sich sicher, warum Nachtsichtgeräte hauptsächlich grün sind. Tatsächlich gibt es Nachtsichtgeräte nicht nur mit grünen Bildschirmen, sondern auch mit braunen und gelben sowie blauen und grauen.
Nachtsichtgeräte zeigen einen grünen Bildschirm an, weil ihr Kernstück, die Bildverstärkerröhre, das schwache einfallende Licht in einen Elektronenstrahl umwandelt. Dieser Strahl durchdringt den Leuchtstoff, um das Bild zu verstärken und einen Nachleuchteffekt zu erzeugen. Der Leuchtstoff besteht üblicherweise aus Zinksulfid, das bei anderen Nachleuchteffekten weniger effektiv ist und außerdem Schattenwurf und Bildschirmflimmern verursachen kann.
Dieser Zinksulfid-Phosphor emittiert grünes Licht. Frühe Radargeräte, Oszilloskope usw. zeigten ebenfalls grüne Bilder an, da sie alle Zinksulfid-Phosphor verwendeten. Daher erscheint es naheliegend, dass Nachtsichtgeräte üblicherweise grün sind. Nachtsichtgeräte verwenden jedoch nicht nur grüne, sondern auch weiße Phosphorröhren. Ein mit einer weißen Phosphorröhre erzeugtes Bild erscheint blaugrau. Diese Farbe ähnelt einem Schwarzweißbild und nutzt den Kontrast, um die Objekterkennung zu verbessern, während die Bildempfindlichkeit der von grünem Phosphor entspricht.
Veröffentlichungsdatum: 13. April 2023